Ich verbeuge mich, Herr Haeusler
An sich halte ich es wie Mademouselle saripari
und hege zugegebener Massen die, bitte staetig bluehende, Hoffnung, nicht eines Tages ebenfalls einen derartigen Brief oeffnen zu muessen.
Worum geht es ?
[..] Am 20. Mai 2008 veröffentlichte Philipp im Gemeinschaftsblog nom nom nom einen kurzen Eintrag mit zwei Links zu Frau Schweitzers damaliger ZEIT-Kolumne. Um zu unterstreichen, was ihm an der Kolumne gefiel, zitierte Philipp drei Absätze aus dem Artikel von Frau Schweitzer.
Seit einigen Tagen nun liegt Philipp eine Zahlungsaufforderung nebst zu unterzeichnender Unterlassungserklärung des Hamburger Anwalts Andreas Will vor, der Eva Schweitzer vertritt. 1.200,00 Euro soll Philipp wegen Verstoß gegen das Urheberrechtsgesetz als Schadensersatz an Frau Schweitzer zahlen, an den Anwalt sollen beim angesetzten Gegenstandswert von 21.200,00 Euro weitere 955,00 Euro gehen. Macht eine Gesamtsumme von 2.155,00 Euro.[..]
konnte man ausfuehlichst lesend erfahren, was einem als Blogger recht schnell passieren koennte.
Resultat dessen –> Bloggen eher unterlassen ? Ein um Jahre zurueck liegender Artikel ging auf dieses Thema schon einmal ein :
[..] Dazu sollte man wissen, dass Anwälte gerne drohen. Aber sich schwer tun, ihre Drohungen in die Tat umzusetzen. Bloß weil im Schreiben steht, Sie verletzen das Persönlichkeitsrecht unseres Mandanten, steht dies noch nicht fest. Gut möglich, dass der Anwalt seinem Mandanten gesagt hat: Mit einer einstweiligen Verfügung kommen wir wahrscheinlich nicht durch. Letztlich würden wir auf den Kosten sitzen bleiben. Aber versuchen wir es erst mal mit einem bösen Brief.[..]
Nur draengelt sich mir die Frage auf : wie steht es um etw. Tumblr “Blogs”, welche gern eins, zwei … Bilder veroeffentlichen, die mit Sicherheit fuer freie Nutzung nicht erdacht waren/ sind ?
In Philipps Fall sollte ein zitierter Textabschnitt eine Unsumme kosten !(?)
Gedanklich verbeuge ich mich hindoch vor der textlichen Reaktion, welche von J. Haeusler formuliert auf Spreeblick nachzulesen ist.
Stellungnahme von Eva Schweitzer zur Blog-Abmahnung
[..] Nachdem ich jedoch das Schreiben Ihres Anwalts gelesen hatte, das ich – pardon – für eine Frechheit halte, verlor ich an einer direkten Kontaktaufnahme das Interesse. Während Sie also – statt den Betreiber der Website zunächst zu kontaktieren – Ihren Anwalt bevollmächtigten, entschieden wir uns für die Veröffentlichung. Mit Erfolg: Binnen einer Stunde hatten wir ein Signal, dass die Abmahnung und Rechnung zurückgenommen werden würde. Oder, um es mit Ihren Worten auszudrücken, dass sie Phillipp „vom Haken lassen würden“[..]
Eine vielleicht amuesante Begleiterscheinung am Rande wiederum ist die im Netz auftauchende Reaktion der Frau S.
[..] Ich lasse die ursprüngliche Forderung fallen, aber Philipp zahlt für jedes email, das ich bearbeiten muss, zehn Euro. Und zwar an eine gemeinnützige Organisation meiner Wahl. Noch kommt er damit billiger weg [..]
Werden die “im Schlafanzug vor dem Computer” Verbringenden nun gut Freund mit Ihnen, Frau S. ?
** Interessante Kommentare gaebe es im Walte Welding Blog zu erlesen